schon im Voraus vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für meinen Beitrag nehmen.
Ich bin Medizinstudentin und habe selbst versucht in meinen Büchern eine Lösung zu finden, bisher allerdings ohne Erfolg, da ich die Symptomatik nicht absolut typisch fand.
Seit ca.7 Monaten bekomme ich immer wieder Blasen auf der Mundschleimhaut, die mit klarer Flüssigkeit gefüllt sind und einen Durchmesser von 1-4mm haben.
Betroffen ist die Wangenschleimhaut, der Unterkiefer, die Zungenunterseite und das Gaumensegel bis zu den Tonsillen. Der Oberkiefer ist nie betroffen!
Die Blasen sind schmerzfrei, platzen jedoch und hinterlassen schmerzhafte Errosionen. Nicht selten sind es gleichzeitig 20 oder mehr "Aphten" gleichzeitig, also praktisch Läsionen überall.
Das Auftreten ist Schubweise; ca. alle 2-3 Wochen treten besonders viele Läsionen auf. Dazwischen sind es deutlich weniger, aber auch dann jeden Tag wenigstens 2-3 Blasen.
Jegliche Begleitsymptomatik fehlt. Ich war im vergangenen Jahr nicht krank, habe kein Fieber, keinen verstärkten Foetor oder ähnliches. Kleines BB war unauffällig.
Zusammenhänge mit Lebensmitteln, Stress etc. konnte ich nicht feststellen.
Mein Zahnarzt hat mich wegen V.a. Herpes mit Aciclovir behandelt. Das Ergebnis war ein Unterdrücken der starken Schübe, aber auch bei relativ hohen Dosen gab es immer wieder neue Blasen. Das längste Therapieintervall war 4 Wochen am Stück. Nach absetzen traten die beschriebenen Beschwerden binnen 3-4 Tagen wieder unvermindert heftig auf.
Meine Frage ist nun, ob eine andere Ursache als Herpes in Frage kommt und welche Therapiemaßnahmen/Verhaltensmaßregeln etc. hier helfen können.
So wie Sie Ihren Fall beschreiben würde ich auf Herpes Zoster tippen, der sich im Mund typischer Weise entlang der Versorgungsgebiete des 2. und oder dritten Astes des N. trigeminus ausbreitet. Außer noch eventuell zusätzlich die Anwendung desinfizierender Mundspüllösungen fällt mir auch nicht mehr ein als Ihrem Zahnarzt. Allerdings bin ich der Meinung das dies nicht in das Behandlungsgebiet einen Zahnarztes gehört sondern das Sie schleunigst einen Hautarzt und eventuell auch einen Neurologen aufsuchen sollten. Als Medizinstudentin, werden sie doch einfach mal in der Hautklinik vorstellig. Zumal oft wirklich auch etwas anderes dahinter stecken kann. Ich zitiere:"besonders dispositioniert sind Pat. mit Morbus Hodgkin, AIDS, Leukämien, Immunsuppresionen......." . Das Lehrbuch ist zwar von 1993. Aber deswegen sollte man dies unbedingt abklären.
Liebe Grüße und gute Besserung.
ThomasB