Ich bin auf 180 und hoffe auf Ihre Unterstützung dabei, meinen Fall richtig einzuordnen.
Im März 2010 war ich mit Zahnbeschwerden bei meinem letzten Zahnarzt. Zahn 46 ist Wurzel behandelt und ich hatte damals das Gefühl, dass unter diesem Zahn der Schmerzherd war. Der Schmerz fühlte sich an als wäre er nervlich verursacht. Der Zahnarzt behandelte stattdessen eine angäbliche Entzündung des Zahnfleisches zwischen den Zähnen 46 und 47, von der ich natürlich aus heutiger Sicht nicht nachvollziehen kann, ob es sie tatsächlich gegeben hat. Als Integrativer Zahnheilkundler gab mir der Zahnarzt (teure) Akupunkturspritzen und ich war nach keinen 15 Minuten wieder draußen. Tatsächlich waren auch die Schmerzen einige Monate weg.
Ende November 2010 begannen diese schleichend erneut und ich ging im Januar 2011 erneut zum Zahnarzt. In der Zwischenzeit war ich von Privatpatientin zu Kassenpatientin geworden und wurde nebenbei bemerkt äußerst knapp und sehr schroff angegangen. Ich sei mit selbigen Schmerzen vor einem Jahr schon einmal da gewesen, ich solle meine Zähne besser pflegen und die Prophylaxe annehmen - die ich tatsächlich hatte schluren lassen. (bei mir wurde im September 2010 ein nahender Burnout diagnostiziert, dessen Symptome mich schon das ganze Jahr über begleiteten-schwierig, aber das nur am Rande).
Jedenfalls bekam ich dieses Mal keine Akupunkturspritzen sondern ein Beruhigungsgel für die erneute, angäbliche Entzündung zwischen die Zähne gespritzt. Trotzdem, dass ich betonte, dass sich die Schmerzen anfühlten, als säßen sie tiefer und als wäre ein Nerv betroffen, wurde hierauf nicht eingegangen. Irritiert fragte ich, was ich denn gegen die scheinbar wiederkehrenden Entzündungen machen könne: Eine Möglichkeit wäre das Zahnfleisch abzubrennen, aber er könne mir da nichts raten. Ich solle selbst mal im Internet nach Gingivitis googeln und mir ein Bild machen. Ich war ca. 10 Minuten im Behandlungszimmer.
Zwei Monate später: wieder Schmerzen. Dieses Mal stärker, viel stärker. An Zahn 47 bin ich mir sehr sicher, dass ein schon vorher dagewesener kleiner schwarzer Punkt, größer geworden ist. Karies?! Und nun habe ich den Zahnarzt gewechselt. Ich war letzte Woche da und es stellt sich heraus, dass er zu Beginn schon mit der Sonde sehr tief in dieses schwarze Loch fahren konnte und schon Schlimmstes befürchtete. Es bewahrheitet sich: der Zahnnerv war hochgradig entzündet und in dieser Woche steht mir eine Wurzelbehandlung bevor. Allein, durch die Entfernung der Karies und der Eröffnung eines Zugangs zum Nerv und Hineingabe eines Beruhigungsmittels, kaue ich mittlerweile so entspannt wie lange nicht mehr.
Ich bin sauer und traurig. Enttäuscht auch, dass meine Gefühle bzgl. der Schmerzen gestimmt haben und vom Fachmann nicht erhört und erkannt wurden.
Kurze Anmerkung zum letzten Zahnarzt: ich habe von ihm für die kurzen Momente, die ich bei ihm war, horrende Rechnungen erhalten, die meiner Meinung nach unverhältnismäßig waren. Einmal habe ich ihn aufgefordert sie zu korrigieren, was er sofort tat. Die Rechnung vom letzten Jahr habe ich mir eben noch einmal angeschaut und bin erschrocken, dass ich nicht auch die hinterfragt habe.
Ich würde mich freuen, Ihre Einschätzung zu diesem Fall zu hören. Sehen Sie eine Möglichkeit gegen meinen ehemaligen Zahnarzt vorzugehen?
Ich bedanke mich recht herzlich im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen Karima