Kostenerstattung Stabilisierung von Extraktionsalveolen mit Knochenersatzmaterialien
Hallo,
mein Zahnarzt hat o.g. Therapie für notwendig befunden (für Zahn Nr. 26). Diese steht in Zusammenhang mit einer kompletten Gebiss Sanierung (Heil und Kostenplan hierfür noch nicht eingereicht).
Der o.g. Zahn ist wurzelbehandelt und im Wurzelbereich schon längere Zeit wohl entzündet. Ein Knochendeffekt liegt offensichtlich vor.
Der PKV wurde auf Anfrage eine ausführliche Begründung (inkl.Röntgenbild) des Arztes zur Verfügung gestellt.
Leider hat die PKV nur einen kl. Bruchteil der Kosten zugesagt mit der Begründung, dass u.a. für das Auffüllen von Extraktionsalveolen keine therapeutische Wirksamkeit nachgewiesen ist.
Hat ein Einspruch bei der PKV Aussicht auf Erfolg ?
Welche Vorgehensweise wird vorgeschlagen?
Hallo Silberpfeil65,
leider gehen auch immer mehr PKV`en hin und versuchen ungeachtet ihrer vertraglichen Verpflichtungen die Kosten zu senken, indem sie Leistungen erst einmal ablehnen. Die meisten Patienten nehmen dies auch ohne Widerspruch hin. Darin Methode zu sehen unterstellt den entsprechenden Versicherungskonzernen vielleicht ungerechtfertiger Weise unlauteres Handeln. Welche Leistung in welchem Umfang bezahlt wird, ist in Ihrem Vertrag geregelt. Bei den meisten Verträgen werden Leistungen dann erstattet, wenn Ihr behandelnder Zahnarzt diese für Notwendig hält. Das bei einer Auffüllung einer Extraktionsalveole mit Knochen, bzw. Knochenersatzmaterialien keine therapeutische Wirksamkeit nachgewiesen ist, ist schlicht blanker Unsinn und ist so nicht richtig. Ob Ihre Versicherung die wissenschaftlichen Nachweise akzeptiert, steht auf einem anderen Blatt. Letztendlich kann Ihnen da nur ein Anwalt, spezialisiert auf Versicherungsrecht und (zahn)ärztliche Abrechnungen weiterhelfen. Wenn Ihr Zahnarzt mit einer Abrechnungsgesellschaft zusammen arbeitet, können diese Ihnen in der Regel gut weiterhelfen. In der Regel besitzen diese hervorragende Rechtsabteilungen.
Ich hoffe ich konnte ein bißchen helfen.
Viele Grüße
ThomasB.
Ich habe auch das Gefühl, dass die PKV bewusst erst einmal wenig zusagt und darauf setzt, dass ich die Kosten selbst trage.
Der Heil und Kostenplan für die Komplettsanierung über 32 TEUR habe ich erst (noch) garnicht eingereicht. DAS kann ja heiter werden. Derweilen werden meine vorderen Schneidezähne immer dünner (an den unteren Enden schon durchsichtig)
Das Problem ist, dass ich als Laie weder die medizische Notwendigkeit und den Umfang der vom Arzt vorgegebenen Maßnahmen beurteilen kann noch die Argumentation der Kasse abschließend nachvollziehen kann. Da es schon um nicht unerhebliche Summen geht, wäre ein Rechtsbeistand sicher hilfreich (den aber auch die Kasse sicher hat).
Ich warte mal die Antwort vom Arzt ab und werde dann den genannten Weg im Vorschlag gehen