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Thema: Wurzelresektion

  1. #1
    Minou ist offline Neuer Benutzer Neuer Benutzer
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    1

    Standard Wurzelresektion

    Hallo zusammen!

    Ich komme gerade von meiner Zahnärztin mit einer Überweisung für eine WSR.

    Zu meiner Vorgeschichte:
    nachdem ich fast ein halbes Jahr immer wieder Schmerzen an einem Backenzahn hatte, entschloss sich meine Zahnärztin nach einigen erfolglosen Versuchen (Kariesentfernung, immer wieder wurden Salben aufgetragen) dann doch zu einer Wurzelbehandlung.
    Bei der Behandlung musste ich große Schmerzen ertragen, da bereits ein Entzündung so weit fortgeschritten war, dass meine ZÄ den Zahn einfach nicht betäuben konnte.
    Also brach sie die Behandlung ab und verabreichte mir Antibiotika.
    Zwei Tage später bemerkte ich eine Schwellung am Zahnfleisch. Es hatte sich ein Abszess gebildet. Er wurde aufgeschnitten...zum Glück völlig schmerzfrei und dann bekam ich Penicillin (Amoxicillin) verschrieben.
    Nach zwei Wochen war ich zwar schmerzfrei, allerdings hatte ich da schon mit einer heftigen Penicillinallergie zu kämpfen.
    Dann wurde die Wurzelbehandlung fortgeführt.
    Vor zwei Wochen wurden mir dann nach dem dreimaligen Medikamentenwechsel und trotz leichter Schmerzen die Wurzelkanäle gefüllt.

    Nun sollte ich heute schon die endgültige Füllung bekommen. Aber als ich ihr sagte, dass ich zwar keine Schmerzen am Zahn aber einen Druckschmerz an der Füllung hätte, bekam ich gleich die Überweisung für eine WSR.
    Den Zahn ziehen möchte sie mir nicht und auf meine Frage, ob sie mir nicht noch einmal eine Wurzelbehandlung machen könnte, antwortete sie...halb im Spaß und halb ernst: "nö, ich habe die WB so gut gemacht, da habe ich jetzt einfach keine Lust mehr dazu".


    Was meinen Sie denn dazu? Soll ich jetzt doch eine WSR machen lassen nur weil meine ZÄ für etwas anderes keine Lust hat oder könnte man mit einer erneuten WB dieses Problem auch beseitigen?

    Da ich mich im Moment sehr von meiner ZÄ im Stich gelassen fühle und total verunsichert bin, wäre ich für hilfreiche Antworten sehr dankbar.

    Viele Grüße
    Minou

  2. #2
    ThomasB ist offline Benutzer Profi
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    08.08.2009
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    73

    Standard

    Hallo Minou,
    da hat sich Ihre Zahnärztin vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt. Prinzipiell ist eine Wurzelbehandlung immer nur ein Versuch einen Zahn zu erhalten und dieser Versuch ist leider nicht immer mit Erfolg gekrönt. Bei einer WB versucht man infiziertes Gewebe so weit wie möglich aus dem Kanalsystem eines Zahnes zu entfernen, die Kanäle dann Bakteriendicht zu verfüllen und den Zahn dann wieder aufzubauen. Leider bekommt man nie alles an entzündlichen Material aus dem Zahn, sodass immer eine Restentzündung bleibt. Der Patient spürt diese in der Regel nicht ( außer manchmal ein wenig Missempfinden ) da der Körper diese in "Schach" halten kann. Manchmal gibt es gerade an den Wurzelspitzen so viele kleine Seitenkanälchen, welche man nicht erreicht, dass einfach keine "Ruhe" in de Zahn zu kriegen ist.. In diesem Fall versucht man eine stabile Situation zu schaffen, indem man die Wurzelspitzen operativ entfernt ( WSR ). Vorher eine erneute WB durchzuführen macht, wenn man bis dahin schon alles versucht hat, und Ihre Zahnärztin scheint dies getan zu haben, wenig Sinn. Leider kann dies auch bei sorgfältigster WB notwendig werden. Die Alternative zur WSR wäre die Entfernung des entsprechenden Zahnes, mit der dann vorhandenen Notwendigkeit die Lücke zu versorgen.
    Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen
    Viele Grüße
    ThomasB.

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