ein Backenzahn macht mir seit einiger Zeit erneut Probleme. Der Zahn wurde 2007 wurzelbehandelt. Dabei ist der Zahnarzt in einer Wurzel nicht ganz an die Spitze vorgedrungen. Um die Wurzelspitze herum ist jetzt eine Entzündung, die mir jedoch keine Schmerzen bereitet.
Vor etwa sechs Wochen war das Zahnfleisch an der Außenseite des Zahnes geschwollen und es hatte sich ein Eiterpünktchen gebildet (sah aus wie ein Pickel). Deswegen war ich bei einer Kieferchirurgin. Sie hat das Zahnfleisch um den Zahn herum gesäubert. Danach waren die Beschwerden viel besser. Das Druckgefühl, das ich beim Kauen hatte, ist bis heute weg. Allerdings ist das Eiterpünktchen wieder da, aber schwächer als vor sechs Wochen.
Aufgrund des Röntgenbildbefundes hat mir die Kieferchirurgin geraten, die Wurzelbehandlung von einer Spezialistin wiederholen zu lassen.
Ein anderer Kieferchirurg, der mir an anderer Stelle morgen ein Implantat einsetzen wird, hat mir geraten, den Zahn ziehen zu lassen. Auf dem 3D-Röntgenbild sieht man die Entzündung zwischen den beiden Zahnwurzeln. Der Kieferchirurg sagte, dass der Zahn zur Zeit keine spürbaren Probleme bereite, weil die Flüssigkeit eine Stelle zum Austreten habe. Er rät, den Zahn ziehen zu lassen, um sicher zu stellen, dass die Entzündung den Kieferknochen nicht zu sehr in Mitleidenschaft zieht. Denn falls ich auch an dieser Stelle ein Implantat benötigen würde, muss so viel Substanz wie möglich erhalten bleiben.
Jetzt weiß ich nicht, was ich machen soll. Es noch einmal mit einer Wurzelbahandlung versuchen oder den Zahn aufgeben?
wichtig ist hierbei, schnell handeln, nicht wochenlang ggf. warten. Durch den "Pickel" ist wie schon geschrieben ein Kanal entstanden über den die Entzündung abfließen kann - dadurch ist man vorerst Schmerzfrei.
Um den Knochen so gering wie möglich zu schädigen ist es ratsam eine Wurzelspitzenresektion vorzunehmen, die normalerweise machbar ist (kenne das Röntgenbild nun nicht, es gibt Ausnahmesituationen, in denen eine Entfernung des Zahnes sinnvoller ist).