Hallo! Ich bin 35 Jahre und habe schon lange immer wieder Probleme mit den Zähnen. Angefangen hat es mit Mitte zwanzig, als sich herausstellte (Schmerzen --> röntgen), dass einige (Backen-)Zähne unter kleinen Füllungen von außen nicht sichtbar "weitergefault" waren. Folge: viele große und tiefe Füllungen. Dies scheint auch erblich bedingt, meine Schwester, jetzt in dem Alter wie ich damals, hat nun die gleichen Probleme. Weiter ging es dann Zahn für Zahn: Ab-/Durchbrechen, Wurzelbehandlung+Krone, Zystenbildung, WSR, ziehen (bisher 4 Zähne, auf jeder Seite jeweils oben und unten), dadurch habe ich jetzt vier Brücken (Vorteil: auch die nebenstehenden Zähne (hatten ebenfalls tiefe Füllungen) sind dadurch versorgt). Oberflächlich sind nun alle Zähne versorgt, aber trotzdem zeigt das Röntgenbild nun bei drei Zähnen schon wieder die gefürchteten Schatten: ein Weisheitszahn mit kleiner Füllung, ein "Brückenpfeiler" und ein Eckzahn, der bisher noch keine Füllung hat. Nun soll der Weisheitszahn wohl raus, der Brückenpfeiler und der Eckzahn sollen wurzelbehandelt und (zumindest der Brückenpfeiler) reseziert werden. Erfahrungsgemäß führt das ja dann langfristig zum Verlust der Zähne Auch andere Zähne zeigen schon Anzeichen, dass es in die gleiche Richtung gehen könnte. Schmerzen habe ich keine.
Meine Frage jetzt: Warum tun die das? Speziell der Eckzahn? Mein ZA vermutet einen Zusammenhang mit Zähneknirschen (habe eine Knirscherschiene). Und vor allem: Was kann ich tun?
Zudem stelle ich mir die Frage: wenn langfristig fester Zahnersatz nur über Implantate möglich sein wird, ist dann bei mir mit einem erhöhten Komplikationsrisiko zu rechnen (wegen der scheinbar erhöhten Entzündungsneigung des Kiefers)?
der "gefürchtete Schatten" an deinen drei genannten Zähnen, mag eine Spätfolge der damals "stark zerstörten" Zähne sein, die der Zahnarzt durch Füllungen und Kronen aufbereitet hat.
Es ist nicht auszuschließen, dass nach z.B. einer cp (Caries profunda - bedeutet das die Karies über 2/3 der Dentinschicht in Richtung der Pulpa - Nervenhöhle - des Zahnes vorgedrungen ist) der Zahn "hochgeht" - sprich es bildet sich eine apikale Aufhellung (der Schatten auf dem Bild) oder es entstehen Schmerzen. In diesen Fällen hilft nur eine Wurzelbehandlung.
Dies hat nichts mit der Pflege der Brücken zu tun, oder kann von dir beeinflusst werden. Dies sind wie gesagt Spätfolgen der vorherigen Zerstörung des Zahnes und sind nie ausgeschlossen.
Ob dies nach den Extraktionen und neuen implantatgetragenen Versorgungen wieder auszuschließen ist, kann auch niemand garantieren. Denn z.B. ein Rezidiv kann sich auch immer wieder bilden (wo einmal eine Aufhellung war, kann diese wiederkommen auch wenn sie entfernt wurde).
Alles geschriebene sind nur Vermutungen und müssen in keinem Fall eintreffen. Es sind lediglich Erklärungen, wieso trotz super versorgten Zähnen, wieder Schäden unter Kronen und Brücken auftreten können und dies durchaus normal ist und keine Versäumung des Patienten oder des Zahnarztes ist.
Hallo! Danke für die Antwort
Für den "Brückenpfeiler" leuchtet es mir auch ein, aber was ist z.B mit dem Eckzahn? Dieser hat bisher noch keine Füllung, trotzdem ist er abgestorben wie das Röntgenbild und die anschließende Vitalitätsprüfung ergeben hat
Auch für kerngesunde Zähne ist es nie ausgeschlossen, dass sich an der Wurzelspitze eine Entzündung bildet. Manche Menschen neigen da eher zu andere weniger.
Hm, danke! Und da kann man wirklich nichts machen? Muss ich damit rechnen, dass mir auf diese Art nach und nach alle Zähne absterben? So alt bin ich ja nun noch nicht...
Das hat wie gesagt nichts mit dem Alter oder der Zahnpflege zu tun.
Klar bilden sich entzündungen an den Wurzelspitzen eher an zerstörten Zähnen, jedoch ist es auch an Kerngesunden Zähnen keine Seltenheit.
Es gibt auch keinen Grund, warum dies bei dir vortschreiten sollte und immer weiter gesunde Zähne betrifft.
Vllt. hast du bisher einfach nur Pech gehabt mit den bisher befallenen Zähnen. Dies heisst wie gesagt nicht, dass es so weiter geht.