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Thema: Wurzelfüllung Kassenleistung oder "besseres Material"?

  1. #1
    Steegbers ist offline Neuer Benutzer Neuer Benutzer
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    Standard Wurzelfüllung Kassenleistung oder "besseres Material"?

    Hallo zusammen,

    ich stehe momentan in einer Wurzelbehandlung an einem Backenzahn (erfüllt die Bedingungen für Kassenleistung zur Wurzelkanalbehandlung).
    Nächste Woche steht die Füllung der Wurzelkanäle an, und ich habe ein Problem bezüglich einer Empfehlung meines - neuen- Zahnarztes.


    Er rät mir zu einem anderen Füllmaterial für die Wurzelkanäle, als von der Krankenkasse getragen. Dieses Material soll die Wurzel besser "hermetisch abriegeln", kostet aber 105,- pro Kanal (der Zahn hat vier Kanäle).

    Ich bin ein bisschen verwirrt, da ich bei meinem alten Zahnarzt für den gegenüberliegenden Backenzahn nicht einmal auf eine solche Füllung hingewiesen wurde und ich bis auf das Inlay und extra Röntgenbilder nichts zubezahlen musste. Das ist ein Jahr her und dieser Zahn verhält sich absolut ruhig (toi toi toi)

    Meine Frage: wäre die Wahrscheinlichkeit, das der Zahn erhalten bleibt mit dieser anderen Füllung der Wurzeln sehr viel höher? Ich bin gerade aus dem Studium raus, da hat man nicht mal eben 620 EUR (insgesamt mit Kunststoffüllung) für einen Zahn über und möchte eine gute, aber wirtschaftliche Entscheidung fällen.

    Über Antworten wäre ich sehr dankbar, da ich bis nächste woche eine entscheidung fällen muss.

    Viele Grüße und eine schöne Woche

  2. #2
    Avatar von frank
    frank ist offline Benutzer Profi
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    Hallo,

    also ich würde beim altbewährten Material (Füllung mit Guttapercha) bleiben, damit habe ich bisher gute Erfahrungen gesammelt. Auch ein anderes Material bietet keine größere Gewähr, daß der Zahn anschließend dauerhaft ruhig bleibt.
    Wichtig ist immer - egal mit welchem Material später gefüllt wird -, daß die Wurzelkanäle ausreichend aufbereitet und gereinigt werden.
    Interessant wäre mal zu wissen welches andere Wurzelfüllmaterial Dein Zahnarzt dort verwenden möchte.

    Viele Grüße,
    Frank

  3. #3
    ThomasB ist offline Benutzer Profi
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    Hallo Steegbers,
    Es gibt natürlich viele Möglichkeiten eine Wurzelfüllung durchzuführen. Bei der klassischen Methode wie sie wahrscheinlich Ihr alter Zahnarzt durchgeführt hat, blieb immer eine nicht unerhebliche Menge entzündetes Material im Zahn zurück. Der gesunde Organismus hält diese Entzündung aber in den meisten Fällen in Schach, sodass man an dem entsprechenden Zahn über oft viele, viele Jahre keinerlei Probleme hatte. Alledings war und ist jede Wurzelbehandlung lediglich ein Versuch den entsprechenden Zahn zu erhalten. Ich habe jetzt keine Statistik im Kopf, aber ich meine mich zu erinnnern das die Erfolgsquote unter 90% lag. Ein, in der Medizin, katastrophaler Wert, immerhin gelang jede 10´te Wurzelbehandlung nicht. Heute ist man aber in der Lage durch Einsatz moderner Instrumentarien und weiterentwickelten Behandlungsmethoden und neuen Füllmaterialien sehr viel exakter und viel effizienter entzündete Bereiche im Zahn zu versorgen. Die Erfolgsquote soll damit signifikant gesteigert werden. Leider kann ich auch hier nicht mit genauen Zahlen dienen. Dies ist auch mehr etwas für ausgewiesene Spezialisten (Endodontologen). In meiner Praxis verwenden wir schon neue Materialien und moderne Behandlungsmethoden, können aber nicht alles anbieten was technisch machbar wäre. Aber auch schon damit konnten wir die Erfolgsquote in unserer Praxis bei Wurzelbehandlungen deutlich steigern. Dies ist natürlich leider nicht zu den Sätzen der Kassenmedizin zu leisten. Auch wenn der Preis den Sie angegeben haben nicht zu den Niedrigsten zählt, wäre mir das mein Zahn allemal wert. Fragen Sie doch mal Ihren Zahnarzt um wieviel höher er die Erfolgsquote durch seinen Einsatz moderner Methoden gegenüber der klassischen Methode einschätzt.
    Ich hoffe ich konnte ein bißchen helfen
    Viele Grüße
    ThomasB

  4. #4
    Steegbers ist offline Neuer Benutzer Neuer Benutzer
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    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Antworten.

    Ich habe mich heute auch noch einmal bei einem zweiten Zahnarzt erkundigt, der mir die Variante ebenfalls empfohlen hat. Es geht hier anscheinend nicht lediglich um das Material sondern vor allem um die verbesserte Methode, die die Wahrscheinlichkeit um 40% steigern kann, das eine neue Entzündung zurückgehalten wird. (überkoffern, Längenmessung etc.)

    Daher entscheide ich mich für die neue Variante. Ich bin generell ein Problemkind mit Zähnen und möchte meine Zähne gut versorgen.

    Mal sehen wie es weiter geht

    Nach dem Material werde ich im nächsten Beratungsgespräch mal nachfragen.

    Wirklich eine schwierige Thematik für einen Laien.

    Viele Grüße!

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    01.12.2009, 22:24

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