Hallo, an alle.
Also, mein Problem ist folgendes, ich hoffe jemand kann mir da noch helfen, denn ich weiß nicht mehr so wirklich weiter.
Ich bin jetzt 26, wohne seit knapp 4 Jahren allein, so im Alter von 22 oder 23 bin ich bei meinen Eltern ausgezogen, nur muss ich sagen, seit ich 18 geworden bin, also gut 8 bis 9 Jahre lang war ich nicht mehr beim Zahnarzt. Wenn ich mich da so zurück erinnere, die letzten Male als ich da war... in meiner Kindheit hab ich zur Zahnregulierung ne Zahnspange gehabt und musste schon allein deswegen regelmäßig zur Kontrolle hin, aber später, als ich die nicht mehr brauchte ging es regelmäßig bei den Zahnarztbesuchen um ganz normale Kontrolltermine, Zustand der Zähne und Zahnfleisch eben. Ich war nach wie vor beim gleichen Zahnarzt, bei dem ich auch die Geschichte mit der Zahnspange durchgezogen habe, so als Mensch eigentlich 'n echt korrekter Typ, kann ich nicht anders sagen, nur kam der zur Tür reingestürmt und hat angefangen zu arbeiten wie'n Maurer. Ich hab damals schon erhebliche Probleme mit meinem Zahnfleisch und Zahnstein, Gingivits etc. gehabt, genau wie meine Eltern. Ich hab gehört, dass das auch'n Stück weit genetisch bedingt sein soll, meine Eltern waren auch beide beim gleichen Zahnarzt. Ich weiß, meine Eltern haben schon alle beide eine Prodontitis-Behandlung hinter sich und haben dann zuhause davon erzählt, so nach dem Motto: "Erst ganze 10 Spritzen, 5 oben und 5 unten und dann mit dem Skalpell das Zahnfleisch aufgeschnitten und den Zahnstein drunter weggekratzt", mein Vater hat auch davon erzählt, wie das ganze Behandlungszimmer voller Blut war und ich hab gesehen, wie die jeweils nach der Behandlung nach Hause kamen, mit ner Kaugummi-ähnlichen Masse im Mund, nicht mehr in der Lage zu sprechen. Und ich erinnere mich, nahezu jedesmal, wenn ich meine Termine hatte, bei 'ner normalen Kontrolle musste Zahnstein bei mir entfernt werden und ich hab das als sehr, sehr unangenehm in Erinnerung, eigentlich noch weitaus schlimmer als Spritzen und Bohren. Und da hab ich mir irgendwann gedacht. "Alter... das dauert nicht mehr lange, dann ist diese Behandlung, die man bei deinen Eltern vorgenommen hat, auch bei dir fällig." Ja, und dann hab ich mir irgendwann mit 18 gesagt, ich geh nicht mehr zum Zahnarzt. Das hab ich jetzt fast 9 Jahre so durchgezogen und jetzt merk' ich mit 26 langsam, dass meine Zähne das wahrscheinlich nicht mehr allzu lange durchhalten. Ich hab' auf dem zweiten Bildungsweg mein Abi nachgemacht, mitten auf der Abschlussfeier im November 2008 ist mir 'n Stück vom Backenzahn weggebrochen, der mit Sicherheit da schon kariös war. Wenig später, an Heiligabend, hatte ich dann nachts ziemlich heftig Zahnschmerzen, es war auch genau dieser Zahn. Über die Feiertage hat natürlich kein Zahnarzt auf, sodass mir nur der Notdienst blieb, morgens früh um 8, denn die Schmerzen waren schon wirklich heftig, aber ich habe es nicht getan. Ich konnte es einfach nicht tun, trotz der Schmerzen. Ich konnte nichtmal in die Praxis reingehen, stattdessen hab ich mir früh morgens 'ne nicht verschreibungspflichtige Packung Ibuprofen vom Apotheken-Notdienst geholt und das gemacht, was man ja eigentlich nicht machen sollte, mit Alkohol runtergespült. Das ist jetzt auch schon wieder gut 4 einhalb Monate her, seitdem haben sich die Schmerzen in dem entsprechenden Backenzahn bis heute eigentlich mehr oder weniger in Grenzen gehalten. Aber ich weiß, dass das kein Dauerzustand sein kann, ich bring's einfach mal auf dem Punkt, ich kann einfach nicht zum Zahnarzt gehen, entschuldigt die Artikulation, aber ich hab 'ne Scheiß-Angst. 'Ne ehemalige Klassenkameradin vom Abitur hat mir ne Zahnärztin empfohlen, zu der sie auch geht, die soll sehr einfühlsam sein nach ihrer Aussage, aber dennoch, ich kann mich nicht mal überwinden in die Praxis zu gehen, geschweige denn mich in den Stuhl zu setzen und mich behandeln zu lassen. Gleichzeitig hab ich aber auch Zukunftsängste, wie mein Gebiss vielleicht später mal aussehen wird, wenn das so weiter geht. Ich hab auch Schwierigkeiten 'n neuen Arbeitsplatz zu finden, hab das Abitur während meiner Arbeitslosigkeit nachgeholt, hab' auch eventuell vor, noch zu studieren, auch als Student hat man so gut wie kein Geld und ist von der Krankenkasse abhängig wenn was gemacht werden muss, gesetzlich versichert... kurzum gesagt ich weiß nicht so wirklich, wie ich jetzt mit der Situation umgehen soll, und frage euch um Hilfe...
Gruß



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