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Thema: Gebisszerfall und Angst/Scham

  1. #1
    hilfe09 ist offline Neuer Benutzer Neuer Benutzer
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    Ausrufezeichen Gebisszerfall und Angst/Scham

    Hallo zusammen:

    Ich bin eine 30-jährige Frau aus Sachsen und ich habe seit frühester Kindheit durch (so lt. des damaligen Zahnarztes) weichen Zahnschmelz mit Karries und allgemein Zahnerkrankungen zu kämpfen. Da ich eine für mich als Kind tramatisierende Behandlung hinter mich bringen musste, bin ich seit etwa dem 7. Lebensjahr ganz schlimmer Angstpatient. Ich habe nie eine vernünftige Zahnpflege beigebracht bekommen, und für mich war diese normalerweise völlig alltägliche Handlung immer etwas "Besonderes". Es ist für mich schon total schlimm hier einen Beitrag einzustellen, selbst dafür schäme ich mich sehr!

    Der heutige Stand ist Folgender:

    Mein Gebiss ist nach über 10jähriger Zahnarztabstinenz völlig zerfallen, entzündet, verfault und mehr als nur unansehnlich!
    Überall fallen vorhandene Füllungen aus, weitere Löcher wachsen, vorhandene weiten sich immer mehr aus, Zähne brechen ab. Allein 6 Zähne haben nur noch einen eitrigen Wurzelstummel im völlig entzündeten Zahnfleisch. Es schmeckt und reicht alles ganz fürchterlich nach Fäulnis und schmerzt!

    Ich kann nicht mehr schmerzfrei essen, kauen auf den Kauflächen ist völlig unmöglich, da entweder entsprechende Zähne fehlen oder entzündet sind. Beim "Restbestand" hab ich ständig Angst mir noch mehr abzubrechen. Das Zahlfleisch ist derart weit zurückgegangen und lose, dass ich deshalb auch Angst haben muss, das die Zähne beim (mehr oder weniger) knabbern abbrechen und ständig Essensreste dahinter klemmen.

    Ich denke ein "normaler" Zahnarzt wäre nicht mehr im Stande mein Gebiss wieder einigermaßen in Stand zu setzen, denn auch ich als Laie würde sagen, dass auch der Kiefer selbst schon mächtig angeriffen ist. Mal ganz abgesehen davon, dass ich ohne eine Vollnarkose nichts machen lassen kann, da meine Angst-Attacken viel zu mächtig sind und Hypnotisierung u.ä. für mich nicht in Frage kommt, da ich diesen Methoden keinen Glauben schenke.

    Ich habe ein zahnmedizinischens Zentrum in Kleinmachnow über das Internet gefunden, so wie ich mir die Behandlung vorstellen könnte. Nur ist es viel zu weit weg für meine persönlichen Voraussetzungen, ich komme wie gesagt aus Sachsen. Aber eine ähnliche Praxis wäre mein Ziel. Nur finde ich nichts dergleichen und bin wirklich naher der Verzweiflung.
    Es muss unbedingt etwas geschehen, denn so ist es nicht mehr tragbar, auch bei aller Angst nicht. Zumal ich eine 14 Monate junge Tochter habe und die Fäulnisbakterien auch übertragen kann (mal ganz abgesehen vom kosmetischen Aspekt).

    Bitte helfen Sie mir mit einem Tip, einer Erläuterung, einem Hinweis weiter - ich stecke in tiefer Verzweiflung. Mich hier zu öffnen hat mich sehr viel Mut gekostet.

    Ganz liebe Grüße und ein Danke im Voraus!!

  2. #2
    Chmielewski ist offline Erfahrener Benutzer Profi
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    Berlin
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    188

    Standard

    Hallo Hilfe09!
    Sie haben Ihrer Situation sehr genau beschrieben.
    Gehen Sie bitte ins Internet und holen sich Hilfe bei "KZV-Sachsen"
    Das ist die kassenzahnärztliche Vereinigung von Sachsen. Die haben eine gute Homepage. in der Sie auch die Telefonnummer der Patientenberatung finden können, hier holen Sie sich Rat wo Sie behandelt werden können.
    Sie haben sie Möglichkeit sich in der Praxis sedieren zu lassen, dabei werden Sie in eineTiefschlaf ähnlichen Zustand versetzt, oder Sie lasen sich in Vollnarkose behandeln.
    Ich wünsche Ihnen viel Glück und eine Gute Beratung
    Wenn Sie noch Fragen haben, melden Sie sich einfach
    Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
    Dr. Chmielewski
    Dr. Norbert Chmielewski
    Sakrower Landstr. 3
    14089 Berlin

    Tel.: 030 365 40 84

  3. #3
    samira ist offline Neuer Benutzer Neuer Benutzer
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    Ausrufezeichen Zahnarzt sagt ich werde nicht alt durch Zähne!!!

    Hallo hilfe09 und Herr Dr,

    ich habe hnliche Probleme wie sie und das mit gerade mal 22 Jahren! Mein Leidensweg ist ebenfalls lang und schwer gewesen. Mein ehem. Zahnarzt hat mir mit 12 Jahren 2 Wurzelbehandlungen verpasst und ich glaube bis heute nicht das diese angebraht gewesen wären aber als Kind hat man ja eh nichts zu sagen. Die einzigen Zähne in meinem Mund die kaputt sind und Probleme machen sind 4 Stück (Backenzähne)die genau von diesem Mann behandelt wurden. Mittlerweile sind es nur noch 3 Schlimm kaputte abgebrochene. Ich hatte mich vor 2 Jahren tatsächlich dazu überwunden einen Zahnarzt aufzusuchen mit ganz schlimmen Schmerzen im Backenzahn natürlich :-). Aber egal, ich habe mich überwunden und für diesen Mut wurde ich nur mit Füßen getreten! Der Zahnarzt begrüßte mich recht freundlich und fertigte ein Röntgenbild an. Diese Prozedur dauerte 20 Minuten da dieses Ding was in meinen Mund musste zu GROSS für meinen Kiefer war und ich dachte das er bricht! Zurück auf dem Behandlungsstuhl ging es dann weiter..."Gott ist das eklig der Zahn muss raus!" Sagte er. Diese Diagnose war nicht weiter überraschend für mich also willigte ich brav ohne murren ein und unterschrieb das Formular zur Zustimmung. Die Betäubung wurde gesetzt und der Zahnarzt suchte noch ein paar Gegenstände zusammen. Ich schwitzte wie ein Lamm auf der Schlachtbank und verhielt mich dennoch ganz ruhig. Als der Zahnarzt sich wieder auf mich zu bewegte fragte ich kleinlaut ob so etwas weh tun würde,also das zahn ziehen. Seine Antwort darauf war wortwörtlich : Normal nicht aber aus Erfahrung weiss ich das es bei Leuten mit Angst besonders schmerzt! Mir wurde speiübel (ein Blinder konnte sehen das ich extreme Angst hatte) und dann so ein Spruch. Ich konnte noch gar nichts antworten da fügte er hinzu : Aber was fragen sie mich das überhaupt,Ihnen wurden doch schon 4 gezogen! Ich war empört verwirrt und ängstlich zugleich und sagte nur NEIN GANZ SICHER NICHT! Aber er beharrte darauf also gab ich mich geschlagen. Dann sollte die Behandlung losgehen. Während es losging war ich nass geschwitzt habe die Augen fest zusammengekniffen und mich am Stuhl festgekrallt. Es fing an zu knirschen und zu krachen als der Zahnarzt wortwörtlich laut brüllt: Ooooh Neeee hoffentlich kommt dieses Mistding in einem Stück raus..ich hab jetzt so gar keine Lust auf KNOCHENGEPOPEL! In dem Moment befand ich mich kurz vor der Ohnmacht!! Plötzlich merkte ich das er ihn raus hat also stöhnte ich aus purer Erleichterung leise auf. Kaum geschnauft guckt er mich an und sagt jaja immer diese Angstmenschen selbst wenn der Zahn draussen ist tun sie so als verspürten sie schmerzen. Da ich ja davor lange nicht mehr beim ZA war fragte ich höflich was ich denn nun zu zahlen hätte worauf er wieder sehr zornig erwiderte : Sowas zahlt immer noch die Kasse. Mir war da bereits klar das ich diesen Mann nie wieder an meine Zähne lassen würde doch als ich ihm das dann bei der Wundkontrolle mitteilte sagte er nur na dann hoffen wir mal das Sie nicht allzufrüh den Löffel abgeben bei dem Gebiss! Icj war entsetzt schnappte meine Jacke und ging wortlos aus dem Behandlungszimmer. Bei der Sprechstunde angekommen sah ich ein weinendes Grundschulkind (was ohne Mama zum Termin erschienen war) und von der Zahnarzthelferin LAUTSTARK angeschrien wurde das es gefälligst ZAHNSEIDE zu benutzen hätte. Also dieser Tag war dermaßen verletzend und abscheulich das ich die Story nicht glauben würde wenn sie mir einer erzählt. Seitdem hat mich mein Mut komplett verlassen. Wenn ich Werbung sehe in dem der Zahnarztspiegel abgebildet ist beispielsweise bei Zahnpasta muss ich mich übergeben. Desweiteren leide ich unter stark ausgeprägter "Todesangst durch Zähne" Der Satz des Zahnarztes hat seine Wirkung nicht verfehlt (hoffen wir mal das sie nicht zu früh den löffel abgeben). Ich muss dazu sagen der Zahn der gezogen wurdfe war leicht entzündet. Die restlichen allerdings nicht. Ich hatte zwar schon oft in meinem Leben Zahnschmerzen aber noch nie eine dicke Backe oder sichtbaren Eiter am Zahn. Dennoch bei jedem zwacken denke ich ich sterbe durch mein Gebiss .. Das ein Abszess da ist und die Betäubung nicht wirkt wenn ich zum zahn ziehen gehen würde. Das der Kiefer ausgeschabt werden muss. Das ich mih nicht traue hin zu gehen und ich desahlb sterben muss. Das alles hat mir dieses lose Mundwerk angetan. Ich würde nun gerne mal von einem vernünftigen Zahnarzt Auskunft erhalten hier meine Fragen:

    1. Darf mich der Zahnarzt so bahandeln/beleidigen?
    2. Stimmt es, dass die Betäubung beim Zahn ziehen versagen kann?
    3.Wenn ich eine dicke Backe bekäme und Antibiotika verschrieben würden,könnte ich dann trotzdem ein Abszess bekommen?
    4. Was ist das Schlimmste was durch so ein Abszess bzw unbehandelte Zähne passieren kann?

    Zu 4. ich glaube mal gelesen zu haben,dass die Schlimmste Auswirkung bei kranken Zähnen und Entzündungen der Zahnfleischrückgang wäre und die lockerung des Zahnhalteapparates was meiner Logik zufolge bedeuten würde,dass die Zähne ausfallen. Natürlich verbunden mit großen Schmerzen. Aber kann ich wirklich dadurch sterben??? Diese Fragen quälen mich seit der Behandlung und ich träume schon davon wie ich im Sarg liege ich werde total bescheuert durch diese Ungewissheit! Ich habe schon viele Menschen mit ganz zerstörten Zähnen naja eher schwarzen Zahnresten im Mund gesehen die lebten auch noch wie wäre das denn dann möglich?

    Entschuldigung für den langen Text aber bitte liebe User und vor Allem Zahnärzte äußert euch dazu damit ich wenigstens weiss woran ich bin und vieleicht die Todesangst wieder abschütteln kann.

    Liebe Grüße,

    Samira

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