Hallo Sandra!
Jetzt folgt die Beantwortung auf die erste Frage vom 12. 2. 09.
Eine Wurzelkanalbehandlung ist immer ein Versuch den Zahn über viele Jahre im Kiefer zu belassen. 80 – 90 % aller Wurzelkanalbehandlungen gehen gut. Bei 10 bis 20 % hat der Patient an der Wurzelspitze mehr als einen Ausgang. Diese Ausgänge gehen meist in einem abgeknickten Winkel aus dem Zahn raus. Da wir nicht um die Ecke bohren können, verbleiben organische Reste im Zahn die zu chronischen Entzündungen führen können. Man kann diese Ausgänge nicht im Röntgenbild sehen. Sollte damals wirklich ein Kanal übersehen worden sein, ist die Revision immer ein guter Weg zu versuchen die Zähne im Kiefer belassen zu können.
Allerdings sollte man 6 bis 12 Monate mit einer Neuversorgung warten, um zu sehen ob die Entzündung durch die neue Wurzelkanalbehandlung auch wirklich ausheilt.
Das Endokarditis Risiko ist erhöht, allerdings liegt Ihre Wurzelkanalbehandlung 16 Jahre zurück und die chronische Entzündung an Ihren oberen Backenzähnen ist bestimmt schon vor 15 Jahren entstanden. Sie sollten mit Ihrem Internisten noch einmal über die tatsächliche Risikolage sprechen. Ansonsten bleibt Ihnen nur das Ziehen der Zähne und ein herausnehmbarer Zahnersatz oder Implantate übrig.
Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und
Verbleibe mit freundlichen Grüßen
Dr. Chmielewski
Dr. Norbert Chmielewski
Sakrower Landstr. 3
14089 Berlin
Tel.: 030 365 40 84