Liebe Birgit!
Sie scheinen ja viel Pech zu haben.
Über die Qualiät der Parodonntosebehandlung kann man schlecht was sagen, die Entzündung wird sicher durch das Provisorium und die Zementreste entstanden sein. Wie Sie es schreiben hört es sich ziemlich dramatisch an. Andererseits können auch schon Entzündungen entstehen, wenn nur kleine Reste des Zements in den durch die Parodontosebehandlung aufgewühlten Taschen versehentlich verbleiben.
Es ist schwierig hier ein Urteil abzugeben, auch der weiterbedhandende Zahnarzt hätte Sie lieber zu einem Gutachter der kassenzahnärztlichen Vereinigung schicken sollen, als selber eine gutachterliche Äußerung zu machen.
Einen Stift setzt man nur dann in den Zahn ein, wenn die restliche Zahnhartsubstanz so minimiert ist, dass eine Aufbaufüllung keinen Halt mehr an der Zahnhartsubstanz findet, und noch zusätzlich an dem Stift befestigt werden muss. Der Stift schwächt aber auch noch den Zahn, da noch mehr Zahnhartsubstanz aus den Wurzelkanälen entfernt werden muss. Prinzipiell sollte ein wurzelkanalbehandelter Zahn prothetisch gegen ein Auseinanderbrechen geschützt werden, das bedeutet aber noch lange nicht, das jeder Wurzelkanalbehadelte Zahn einen Stift bekommen muss.
Wenn Sie mit der Behandlung unzufrieden sind, wenden Sie sich bitte an die kassenzahnärztliche Vereinigung Ihres Bundeslandes (im Internet zu finden) und fragen sie nach einem Gutachter, oder wie Ihnen sonst geholfen werden kann.
Aber vielleicht sprechen Sie ja vorher noch einmal mit Ihrem Zahnarzt über Ihre Schwierigkeiten. Sie müssen sich bei Ihrem Arzt oder Zahnarzt sicher aufgehoben fühlen, sonst wird das nichts.
Schöne Grüße Aus Berlin
Dr. Chmielewski
Dr. Norbert Chmielewski
Sakrower Landstr. 3
14089 Berlin
Tel.: 030 365 40 84