ich bekomme gerade eine Zahnwurzelbehandlung und es hat sich herausgestellt, dass eine der drei Wurzel leider nicht ganz durchgängig ist. Im Röntgenbild ist auch deutlich zu sehen, dass die Wurzel deutlich länger ist aber der Zahnarzt kommt nur bis zu 15mm durch, dann ist Schluss.
Was kann die Ursache dafür sein, dass die Wurzel nicht durchgängig ist?
und was noch wichtiger ist, wenn ich mit dieser Wurzel mal Probleme bekomme, kann da ja keine richtige Wurzelbehandlung stattfinden, muss dann so ein Zahn gezogen werden?
Noch etwas: die zwei anderen Wurzel des behandelnden Zahns sind durchgängig tun aber nach der dritten Sitzung immernoch weh. Wie lange probiert man in der Regel so ein Zahn gesund zu bekommen?
Hallo MMaier!
Bei einem jugendlichen Patienten ist die Höhle, in der der Nerv (Pulpa) liegt, sehr groß, bei einem 80 jährigen Patienten hat sich der Nerv eingemauert und die Höhle ist nur noch ganz klein. Das ist ein normaler Prozess. Wenn ein junger Mensch aber schon große Füllungen an einem Zahn hat, sieht die Höhle des Nerven wie bei einem 80 Jährigen aus, weil der Nerv sich durch Reize schneller eingemauert hat. Manchmal mauert er sich so stark ein, dass man die Nervkanäle nicht mehr gängig sind. Alles Klar?
Prinzipiell ist jede Wurzelkanalbehandlung nur ein Versuch, um den Zahn zu erhalten. 80 -90 % der Behandlungen gehen gut und bei 10 – 20% treten anatomische Komplikationen auf, so dass der Zahn dann trotzdem gezogen werden muss. Die Krankenkasse erlaubt max. 3 Spülungen, wenn es dann nicht besser ist, müsste der Zahn entfernt werden.
Man kann aber auch noch einen Spezialisten für Wurzelkanalbehandlungen aufsuchen. Der braucht aber für so eine Behandlung mehrere Stunden verteilt über 2 bis 3 Termine. Das muss man dann selbst bezahlen und das kann bis zu 1500,00 € pro Zahn kosten. Eine Garantie für den Erfolg gibt es da aber auch nicht.
Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben
Und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
Dr. Chmielewski